Bürgermeisterwahl Glücksburg (Ostsee)

Bürgermeisterwahl 2013 in Glücksburg - die Kandidaten


Kristina Franke (Glücksburg)

Fachkompetenz aus Glücksburg für die Zukunft unserer Stadt!

Kristina Franke, Diplom-Ingenieurin FH, 41 Jahre (parteilos)

Kristina Franke wird sich im Fall ihrer Wahl auch an folgenden Antworten auf Fragen des SSW Glücksburg messen lassen müssen:

Kristina Franke auf Fragen des SSW Glücksburg:

Frage 1: Die ökonomische Situation der Stadt Glücksburg ist stark angespannt, Einsparungen und Investitionen kaum möglich. Wie wollen Sie die finanzielle Handlungsfähigkeit mittel- und langfristig wieder herstellen?

Kristina Franke: Ich werde Erlöse und alle Ausgaben im Haushalt analysieren und mir hier auch den Rat von Externen, wie z.B. der Kommunalaufsicht des Kreises holen. Der Unterschuss an die Fördeland-Therme muss verringert werden. Abgaben und Gebührenerhöhungen dürfen kein Tabu-Thema sein.

Frage 2: Die Anzahl von Wirtschaftsunternehmen, die in Glücksburg ihren Sitz haben und Steuern zahlen, ist konstant im unteren Bereich. Wie planen Sie, den Wirtschaftsstandort Glücksburg zu fördern?

Kristina Franke: Ich möchte dafür Sorge tragen, dass Glücksburg als Standort für Dienstleister, Gesundheits- und Pflegeberufe besser beworben wird. Gute Beispiele sind hier z.B. die Parkklinik oder das Medimaris. Ausgaben im Bereich der touristischen Vermarktung müssen überprüft und durch die Lokale Tourismus Organisation (LTO) muss eine verbesserte touristische Vermarktung erfolgen.

Frage 3: Die Fluktuation bzw. auch der Leerstand von Geschäften im Zentrum der Stadt ist seit Jahren vielen ein Dorn im Auge. Statt lebhaftes Zentrum und pulsierendes Geschäftsleben ab 20:00 Uhr hochgeklappte Bürgersteige. Welche Möglichkeiten sehen Sie, dies mittel- bis langfristig zu ändern?

Kristina Franke: Eine Ansiedlung von Geschäften kann nur marktorientiert erfolgen. Besteht auf Grund der Bevölkerungsstruktur überhaupt ein Bedarf für ein pulsierendes Zentrum nach 20 Uhr?

Frage 4: Die Zusammenarbeit zwischen Flensburg und Glücksburg im Bereich Tourismus ist geprägt von Streit und gegenseitigen Beschuldigungen, den anderen übervorteilen zu wollen. Wie sehen Ihre Vorstellungen bzgl. eines Tourismuskonzeptes aus?

Kristina Franke: Aufgrund meiner Tätigkeit als Rechnungsprüferin sind mir die Beteiligten an der LTO sehr gut bekannt. Gründe für Streitigkeiten müssen ausgeräumt werden. Auf Sachebene muss dann ergebnisoffen auch mit der Gemeinde Harrislee und dem Amt Langballig Einigung erzielt werden, um die Region Flensburger Fjord gemeinsam zu vermarkten.

Frage 5: Der/die Bürgermeister/in in Glücksburg ist auch gleichzeitig der/die Geschäftsführer/in der Fördelandtherme. Haben Sie konkrete Vorstellungen, wie Sie diesen Aufgabenbereich ausfüllen wollen?

Kristina Franke: Aufgrund des Wirtschaftplanes der FLT und des Haushaltes der Stadt Glücksburg, kann ich eine Insolvenz der FLT nicht ausschließen. Mir liegen jedoch konkrete Vorschläge - in Anlehnung an Empfehlungen des Landesrechnungshofes- zur Verbesserung der Einnahmen- und Ausgabensituation vor, die ich gerne mit Hilfe externer Fachleute überprüfen lassen möchte. Einer geplanten Erweiterung mit Kosten von über einer Million Euro kann ich ohne Prüfung der Wirtschaftlichkeit nicht zustimmen. Ich möchte Gespräche mit der Stadt Flensburg anstreben, mit dem Ziel der Zusammenarbeit zwischen dem Campusbad und der FLT.

Frage 6: Als Bürgermeister/in sind Sie für die Verwaltungsstelle Glücksburg sowie für die Fördelandtherme verantwortlich. Worin sehen Sie in diesem Zusammenhang Ihre Kompetenz in der Personalführung?

Kristina Franke: Ich habe Erfahrungen in der Personalführung durch meine Tätigkeit als Bauingenieurin (Betonwerk Ludwigslust (1996-1998), durch meine Tätigkeit bei Fa. Vestas (Montageabteilung, 1998-1999) und nicht zuletzt als Leiterin des Glücksburger Bauamtes (1999-2009). Zudem habe ich als Mitarbeiterin der Stadt Flensburg an einer über mehrere Jahre gehende Nachwuchs-Führungskräfte-Schulung teilgenommen. Ich bevorzuge einen kollegialen Führungsstil und werde die Eigenverantwortlichkeit und Motivation der Mitarbeiter stärken.

Frage 7: Die Bibliothek der Stadt hat in den letzten Jahren - trotz ständigem Bemühen und ehrenamtlichen Einsatz - Einsparungen und personelle Veränderungen überstehen müssen. Welche Möglichkeiten sehen sie als zukünftiger Bürgermeister, die Bibliothek wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen?

Kristina Franke: Die Bücherei ist für mich ein wichtiger Bestandteil des Kulturangebotes unserer Gesellschaft. Zunächst müssen jedoch die Ergebnisse des Motzko- Konzeptes abgewartet werden. Erst dann können Entscheidungen getroffen werden.

Frage 8: Wie Sie sicher wissen, soll der Schwennauhof verkauft werden. Die Eigentümerin ist die Stadt Flensburg, Planungshoheit hat aber die Stadt Glücksburg. Was könnten Sie sich auf dem Grundstück vorstellen, und worauf muss aus Ihrer Sicht besonders geachtet werden, damit das Projekt langfristig ein Nutzen für die Stadt Glücksburg darstellt?

Kristina Franke: Der Schwennauhof ist geprägt durch alten, wertvollen Baumbestand und die Nähe zur Küste und der Schwennauniederung. Hier muss eine an die Natur angepasste Entwicklung erfolgen. Zu bedenken sind hier auch die Sorgen der Anlieger (Lärm?) und die enge Zufahrtsstraße (Busverkehr?). Vorstellen könnte ich mir hier eine Stärkung des Gesundheitsstandortes Glücksburg oder Ferien für Jugendliche z.B. mit Handicap aber auch ein Wohnprojekt im Einklang mit der Natur.

Frage 9: Ausbildungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung für Jugendliche sind - trotz großem Einsatz aller - in Glücksburg eingeschränkt. Gleichzeitig sagt man der Jugend nach, politisch uninteressiert zu sein. Wo wollen Sie Ihren Schwerpunkt in der Jugendarbeit setzen, und wie wollen Sie die Jungwähler motivieren, zur Wahl zu gehen?

Kristina Franke: Ich glaube nicht, dass unsere Jugend sich generell nicht für Politik interessiert. Kinder und Jugendliche sollten jedoch frühzeitig die Erfahrung machen, dass Politik auch für sie gemacht wird und ihre Interessen berücksichtigt werden. Als Bürgermeisterin werde ich daher bei Veranstaltungen der Jugendpflegerin, Stadtjugendring oder anderen Institutionen mit Jugendarbeit teilnehmen und das Gespräch mit jungen Leuten suchen. Die Jugendlichen sollten auch explizit zur Mitbestimmung z.B. bei der Entwicklung von Baugebieten oder bei Schulbausanierungsmaßnahmen eingeladen werden, wie dies bei Spielplätzen derzeit schon durch unsere Jugendpflegerin umgesetzt wird. Ihnen muss deutlich gemacht werden, wie mit ihrer Hilfe unsere Stadt gestaltet werden kann. Realisierbare Wünsche müssen dann auch umgesetzt werden, denn leere Versprechungen schrecken nur ab. Sitzungen sollten auch an anderen Orten, z.B. im Mädchentreff oder bei der Feuerwehr stattfinden.

Frage 10: Jedem gewählten Vertreter gibt man 100 Tage, um sich einzuarbeiten und erste Maßnahme in die Wege zu leiten. Was können wir am Tag 101 von Ihnen erwarten?

Kristina Franke: Da mir die Verwaltungsstelle als Rechnungsprüferin und als ehemaliger Leiterin des Bauamtes bereits gut bekannt ist, werde ich gleich am ERSTEN Tag mit der eigentlichen Arbeit beginnen. Als Glücksburgerin und „Insiderin“ sehe ich viele Aufgaben und Herausforderungen, die sofort angepackt werden müssen und keinen Aufschub dulden können. Am 101. Tag wünsche ich mir noch die gleiche Energie und Freude an/auf die Arbeit.


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